Energiemärkte und Sektorkopplung

Die nachhaltige Transformation in ein klimaneutrales Energiesystem führt zu einer stärkeren Integration von Märkten verschiedener Energieträger. Der Forschungsschwerpunkt „Energiemärkte und Sektorkopplung“ liegt auf der Weiterentwicklung des Marktdesigns, um einen effizienten Rahmen für eine zunehmende Anzahl unterschiedlicher Marktteilnehmer zu schaffen. Besondere Herausforderungen sind die Harmonisierung von Marktanreizen für zentrale und dezentrale Entwicklungen, die Koordination der Infrastrukturplanung in gekoppelten Energiemärkten sowie die Berücksichtigung von Unsicherheit und Risikoaversion bei Investitionsentscheidungen.

Beteiligte Personen

Leiter Forschungsbereich
Dr. Jonas Egerer

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Lukas Maximilian Lang, M.Sc. Ulrike Pfefferer, M.Sc.

 

Studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Sebastian Botsch Lilian Grotelüschen Johannes Wirth

Aktuelles

Die Energiekrise zwingt Deutschland und die EU-Staaten energiepolitische Entscheidungen neu zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen. Zunächst rückt die Notwendigkeit, die erneuerbaren Energien schnell und ambitioniert auszubauen noch stärker in den Fokus. Zudem gibt es einerseits Überlegungen, Kohlekraftwerke aus der Reserve oder der Betriebsbereitschaft zu reaktivieren. Andererseits werden Entscheidungen hinterfragt, Kohle- und Kernkraftwerke in den kommenden Jahren stillzulegen. Diese Kurzstudie analysiert die Auswirkungen dieser Handlungsoptionen in verschiedenen Szenarien für die Jahre 2024 und 2027, um die kurzfristigen Herausforderungen sowie die mittelfristigen Perspektiven zu beleuchten.

Der russische Angriff auf die Ukraine und die Abhängigkeit der deutschen Energiewirtschaft von russischem Gas führen aktuell zu einer sehr angespannten Versorgungssituation, die sich im kommenden Winter noch verschärfen könnte. Auch mittelfristig dürfte der Importpreis für Erdgas deutlich oberhalb der historischen Werte liegen, wenn Europa sich von Russland unabhängig aufstellt. Diese Entwicklungen erfordern eine Neubewertung der deutschen Energiepolitik, unter anderem für die Energiewende im Stromsektor.

Publikationen

2022

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

Gremien

  • Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
    Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist ein Gremium der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung. Der Sachverständigenrat wurde durch Gesetz im Jahre 1963 mit dem Mandat eingerichtet, aus unabhängiger Expertensicht eine periodische Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland vorzulegen und damit zur Erleichterung der Urteilsbildung bei allen wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie der Öffentlichkeit beizutragen. Der Sachverständigenrat ist in seinem Beratungsauftrag unabhängig und hat eine transparente Arbeitsweise. Er stellt die wirtschaftliche Lage und deren absehbare Entwicklung dar und zeigt Fehlentwicklungen und Möglichkeiten zu deren Vermeidung oder Beseitigung auf. Dabei diskutiert er verschiedene Indikatoren der Wirtschaftsleistung, Lebensqualität und Nachhaltigkeit sowie politisch gesetzte Zielwerte. Zudem analysiert er den Fortschritt sowie die Chancen und Risiken der aktuellen Wirtschaftspolitik und zeigt mögliche Zielkonflikte auf. Seine Ausführungen und Konzeptionen sind ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftspolitischen Diskussion in Deutschland und haben die politische Entscheidungsfindung merklich beeinflusst.